Fußchirurgie


Hallux valgus - Vorfußexostose

Leitsymptom beim Hallux valgus oder einer Vorfußexostose:
Schmerzhafte Großzehabweichung im Grundgelenk nach außen und/oder derbe Schwellung am Großzehinnenballen.


Krallenzeh - Hammerzeh

Leitsymptom eines Krallenzehs oder Hammerzehs:
Krallenartige Zehenfehlstellung meist an Zeh II bis V mit oft schmerzhaftem Druckgeschwür am Zehenmittelgelenk.


Metallentfernung

Wurde eine Knochenbruch operiert und mit einem Metall innerlich fixiert und soll nun eine Metallentfernung durchgeführt werden?


Fersensporn

Leitsymptom des Fersenspornes:
Meist anhaltende oder häufig auftretende Schmerzen und Druckschmerz unter der Ferse oder seltener an der hinteren Ferse im Bereich des Achillessehnenansatzes.

  • Hallux valgus und Vorfußexostose
    Hallux valgus - Vorfußexostose

    Der Hallux valgus ist eine Abweichung der Großzehe im Grundgelenk nach außen meist kombiniert mit einer Drehung der Großzehe nach innen. Meistens sind Frauen (über 70 %) betroffen.

    Die Therapie besteht ab einem gewissen Stadium in der operativen Versorgung. Hierfür stehen viele verschiedene operative Verfahren zur Verfügung, welche je nach Ausprägung sinnvoll sein können. Eine Operation sollte jedoch nur bei Beschwerden und nicht aus rein kosmetischen Gründen durchgeführt werden.

    Der Hallux valgus wird durch ein Ungleichgewicht der Muskelzüge hervorgerufen und nicht selten durch zu enges Schuhwerk verstärkt. Die Veränderung der Belastungszonen bei Hallux valgus führen zu Knochenanlagerungen, sogenannten Exostosen am Köpfchen des 1. Mittelfußknochens und zu einer zunehmend schmerzhaften Schleimbeutelbildung. Dieser Schleimbeutel kann sich leicht entzünden (Schleimbeutelentzündungen).

    Für die Therapie des Hallux valgus in verschiedenen Schweregraden der Verformung stehen ganz verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung. In den frühen Stadien ist ein Gelenkerhalt meist möglich und damit die Wiederherstellung der vollen, schmerzfreien Beweglichkeit der Großzehe.

    Wenn Schmerzen am Großzeh auftreten, so beginnen sie in der Regel an der Basis der Großzehe, wo das Köpfchen des ersten Mittelfußknochen an der Innenseite hervorspringt (Exostose). An dieser Stelle ist der Fuß am breitesten, dementsprechend drücken Schuhe hier am stärksten. Es kommt zu mechanischen Reizzuständen der Haut und des darunter liegenden Schleimbeutels. Entzündungen, Schwellungen abakterielle und sogar bakterielle Schleimbeutelentzündungen (Bursitis) können entstehen. Auch das Zehengrundgelenk bleibt nicht ohne Beteiligung. Es wird aufgrund der Schiefstellung oft schmerzhaft, seine Beweglichkeit nimmt ab und es entwickelt sich zunehmend eine schwerwiegende Arthrose des Zehengrundgelenkes. Die Großzehe kann im fortgeschrittenen Stadium bis zu 90° von der Grundstellung nach außen abweichen. Hierbei kann sich die Großzehe in extremen Fällen über die zweite und dritte Zehe legen.

    Die Diagnose wird durch eine klinische Untersuchung und einer Röntgenaufnahme des Fußes gestellt.

    Eine konservative Therapie mit Einlagen, bequemes Schuhwerk und Fußgymnastik führt nur im Anfangsstadium gegebenenfalls zum vorübergehenden Erfolg. Für die Wahl des Operationsverfahrens sind die Schwere der Fehlstellung, das Vorhandensein einer Arthrose und das Alter des Patienten entscheidend.

    Die alleinige Abtragung der Exostose (Knochenwulst) ist bei nur geringer Ausprägung des Hallux valgus sinnvoll.

    In den mittleren Stadien kommen je nach Alter und Ausprägung einer begleitenden Arthrose des Großzehgundgelenks verschiedene Umstellungsosteotomien (Operation nach Austin oder Operation nach Keller-Brandes) zur Anwendung. In sehr ausgeprägten Fällen wird eine Umstellungsosteotomie der Basis des I. Mittelfußknochens erforderlich.

    Nach all den verschiedenen Operationsverfahren ist eine vorübergehende Entlastung des Großzehgelenkes mittels eines Vorfußentlastungsschuhes erforderlich.

    Ob bei Ihnen bereits ein operationswürdiger Hallux valgus vorliegt und welches Operationsverfahren bei Ihnen sinnvoll ist, besprechen wir gerne bei einem persönlichen Gespräch und einer Befunderhebung.


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  • Krallenzeh - Hammerzeh
    Krallenzeh - Hammerzeh

    Krallenzehen und Hammerzehen sind Zehenfehlstellungen, welche meist an den Zehen II bis V auftreten . Beim Krallenzeh kommt es zu einer "krallenartigen" Fehlstellung durch Überstreckung des Zehs im Grundgelenk und gebeugter Stellung im Mittel- und Endgelenk. Beim Hammerzeh kommt es zur "hammerartigen" Fehlstellung durch isolierte Beugung im Endgelenk. Im Verlauf kommt es dann meist zu schmerzhaften Druckpunkten und zur Ausbildung von Druckgeschwüren, sogenannten "Hühneraugen" (Clavus) an den Zehen. Meist ist dann eine operative Versorgung sinnvoll.

    Ursache für diese Zehenfehlstellungen sind meist das Tragen von zu engen Schuhen mit hohen Absätzen aber auch genetisch-angeborene Komponenten und einige andere, eher seltenere Erkrankungen. Häufig kommen Krallen- oder Hammerzehen zusammen mit einem Hallux valgus vor.

    Oft sind Krallenzehen oder Hammerzehen schmerzlos und eventuell nur ein kosmetisches Problem. Die Fehlstellung nimmt aber stetig weiter zu und es entwickelt sich meist mit der Zeit eine schmerzhafte Druckstelle (Clavus) über dem Mittel- oder Endgelenkes des betroffenen Zehs.

    Die Diagnose ist allein durch eine klinische Untersuchung und in Einzelfällen zusätzlich durch eine Röntgenaufnahme zu stellen.

    Konservative Therapien wie Zehengymnastik, Behandlung der Druckstelle oder Einlagen führen meist nicht zum dauerhaften Erfolg. Meist ist dann eine operative Korrektur der Fehlstellung und Versteifung erforderlich (Operation nach Hohmann). Hierbei wird das nach oben vorspringenden Köpfchen des Grundzehknochens an der Stelle an der das Hühnerauge sitzt entfernt.

    Ob bei Ihnen ein Hammer- oder Krallenzeh vorliegt und ob eine Operation sinnvoll ist, besprechen wir gerne bei einem persönlichen Gespräch und Befunderhebung.
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  • Metallentfernung an unteren Extremitäten
    Metallentfernung an unteren Extremitäten

    Knochenbrüche an Fuß- oder Zehenknochen werden in manchen Fällen operativ mit Plättchen, Schrauben oder Stiften stabilisiert und fixiert (Osteosynthese). Nach Abschluss der Bruchheilung wird in den meisten Fällen dieses "Metall" wieder entfernt. Die Entfernung von Osteosynthesematerial ist in fast allen Fällen ambulant durchzuführen. Je nach Lokalität kann diese in Lokalanästhesie, in venöser Block-Anästhesie oder in Vollnarkose erfolgen.

    Dabei ist das Material nachfolgender Osteosynthesen besonders zur ambulanten Entfernung geeignet:

    Platten/Schraubenosteosynthesen nach prox. Tibiafrakturen (Unterschenkelfrakturen)
    Platten/Schraubenosteosynthesen nach Sprunggelenksfrakturen
    Schraubenosteosynthesen nach Mittelfuß- oder Zehenfrakturen
    Kirschnerdraht-Osteosynthesen nach Zehen- oder Mittelfußfrakturen und andere Osteosynthesen

    In den meisten Fällen wird bei der Metallentfernung der gleiche operative Zugang gewählt wie bei Anlage der Osteosynthese.

    Eine Belastung der Extremität nach der Metallentfernung ist meist schon vom OP-Tag an erlaubt und möglich. Das Nahtmaterial wird nach ca. 10 Tagen entfernt.
    Die Alltags- und Berufstätigkeit kann in der Regel je nach Lokalität und Berufsbelastung nach wenigen Tagen wie gewohnt wieder aufgenommen werden.

    Wünschen Sie die Durchführung einer Metallentfernung, besprechen wir gerne weitere Einzelheiten in einem persönlichen Gespräch und bei einer Befunderhebung.
  • Fersensporn - Fasziitis plantaris
    Fersensporn - Fasziitis plantaris

    Beim Fersensporn kommt es an den Sehnenansätzen der Fußfaszie (Plantaraponeurose) am Fersenbein und in selteneren Fällen am Sehnenansatz der Achillessehne am Fersenbein zu einer meist sehr schmerz- und druckschmerzhaften Verkalkung (Kalzifikation) und hierdurch meist zu wiederholten Entzündungsreaktionen in dieser Region. Ohne Behandlung kommt es im Verlauf dann meist zu einer ausgeprägten, dornartigen Kalzifikation, welche nicht selten in einen chronischen Verlauf mit Dauerschmerz beim Auftreten übergeht.

    Ursachen für einen Fersensporn können sein:

    • Überlastung (beruflich, sportlich)
    • Übergewicht
    • Fußdeformitäten

    Therapie des Fersensporns

    Eine erste Maßnahmen sollte immer eine Entlastung des Fersensporns über das Tragen eines geeigneten Schuhwerks mit weicher Fersendämpfung und/oder von orthopädischen Einlagen oder Fersenkissen sein. Hierbei wird über eine Aussparung eine Druckentlastung an der Ferse erreicht. Weiterhin ist eine eventuell ausgeübte übermäßige Belastung (z.B. im Sport) konsequent zu vermeiden.

    Cortisoninjektionen führen nur selten zu einem dauerhaften Erfolg. Sie sind meist sehr schmerzhaft und führen allenfalls nur zur zeitlich begrenzten Linderung der Schmerzen. Die Ursache der Beschwerden (die Kalzifikation) wird hierdurch nicht behoben.

    Bei der extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) oder auch Lithotripsie werden Schalldruckwellen erzeugt und in der Tiefe im Gewebe gebündelt. Hierdurch kann es dann durch wiederholte Anwendung zur Zerrüttung der sich ausgebildeten Kalzifikationen am Fersenbein kommen. Solche Verkalkungen werden durch die Stoßwellentherapie zu feinsten Partikeln zerkleinert, welche dann vom Körper aufgenommen und abgebaut werden. Weiterhin bewirkt die Stoßwellentherapie eine sogenannte biomechanische Rückkopplung, welche über eine Ausschüttung von biochemischen Stoffen in das betroffene Gewebe eine Durchblutungsförderung und körpereigene Reparaturprozesse einleitet. Umliegendes Gewebe, wie Blutgefäße, Nerven, Sehnen werden von den Stoßwellen nicht beeinträchtigt. Der Heilungsverlauf ist abhängig von dem Ausmaß einer Verkalkung oder Sehnenverdickung und ist meist nach wenigen Wochen abgeschlossen. Im Durchschnitt sind drei bis fünf Sitzungen im Abstand von einer Woche erforderlich. In ca. 80 % der Fälle kommt es hierdurch zu einer Linderung der Beschwerden und in vielen Fällen auch zur radiologisch nachweisbaren Reduktion des Fersensporns.

    Die Operation eines Fersensporns kann in seltenen Fällen nötig sein. Hierbei wird durch einen Zugang von der Seite die dornartige Kalzifikation abgetragen.

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Leistungen

Zentrum für Ambulante Chirurgie & Sportmedizin
Karben

Unsere Sprechzeiten:
Mo, Di, Do, Fr: 9 – 11 h
Mo, Do:      14 – 16 h
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Behandlungen außerhalb der Sprechzeiten sind nur mit Terminvereinbarung möglich
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