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Leistenbruch - Leistenhernie

Leistenbruch - Leistenhernie

Operation einer Leistenhernie - Hernioplastik:

Eine Leistenhernie ist eine angeborene oder erworbene Schwäche der Bauchwandschichten. Dabei kommt es zum Austreten eines Bruchsackes. In ihm befinden sich entweder Teile der Eingeweide, wie z. B. Darmschlingen oder auch nur Fettanhängsel der Darmschlingen. Dieser Bruchsack ist in vielen Fällen von außen sichtbar je nach Körperlage und auftretender Bauchpresse. In einigen Fällen ist jedoch auch kein Bruchsack von außen sichtbar und es kommt lediglich zu Symptomen wie Brennen, Schmerzen oder Druckgefühl in der Leistenregion.

Neben den auftretenden Beschwerden besteht immer auch die Gefahr, dass sich ein Bruchsack einklemmt. Damit ist ein Austreten des Bruchsackes durch die Bruchpforte und ein nicht mehr mögliches Zurückgleiten des Bruchsackes gemeint. Dies ist meist ein hoch akuter Zustand, der eine absolut dringliche Operationsindikation darstellt, da sonst Teile und Inhalt des ausgetretenen Bruchsackes absterben können.

Ein Leistenbruch bildet sich nicht von alleine zurück. Er muss operativ versorgt werden. Solange keine akuten Einklemmungserscheinungen auftreten, kann eine solche Operation in Ruhe geplant werden und wird heute im überwiegenden Maße ambulant durchgeführt.

Methoden:
In Deutschland haben sich heute im Wesentlichen drei Methoden der Leistenbruchoperation etabliert:

Die Operation nach "Shouldice" war lange Zeit weit verbreitet. Hierbei werden die einzelnen Schichten der Bauchwand dargestellt und z. T. überlappend wieder vernäht. Doch eine z. T. sehr hohe Rezidivrate von bis zu 10 % (damit ist das Wiederauftreten eines erneuten Leistenbruches an gleicher Stelle nach bereits erfolgter Operation gemeint) zeigte im Langzeitverlauf doch sehr unbefriedigende Ergebnisse, weshalb diese Methode heute nur noch für bestimmte Indikationen angewandt wird.

Bei der Operation nach "Lichtenstein" wird im Leistenbereich ein Netz eingesetzt, welches eine flächenhafte Vernarbung bewirkt und somit das erneute Heraustreten eines Bruchsacks verhindert. Dieses Netz besteht aus einem Material, welches seit vielen Jahrzehnten bereits in der Chirurgie angewandt wird. Die Rezidivraten bei dieser Methode sind mit ca. 0,1 % erheblich geringer als bei der Methode nach Shouldice. Da bei dieser Methode die Schichten spannungsfrei vernäht werden, verläuft die Zeit nach der Operation für den Patienten erheblich und signifikant schmerzfreier als bei der Methode nach Shouldice. Auch die Methode nach Lichtenstein wird weltweit z. T. schon seit über 20 Jahren angewandt und ist heute in Deutschland die bevorzugte Operationsmethode.

Die vorübergehend häufiger angewandten endoskopischen Operationsmethoden (über Bauchspiegelung) haben sich im praktischen Ablauf nicht bewährt. Es kam bei diesen Verfahren zu einer höheren Zahl möglicher Komplikationen, ohne dass diese zu einer geringeren Rezidivrate führten. Diese Methoden sind daher nur für wenige besondere Indikationen bevorzugt geeignet.

In unserem Zentrum bieten wir die drei genannten Methoden an, bevorzugen jedoch wegen der eindeutigen Vorteile die Methode nach "Lichtenstein". Alle drei Methoden können ambulant durchgeführt werden. Üblicherweise werden Leistenbruchoperationen in Vollnarkose durchgeführt. Bei besonderen Indikationen kann die Methode nach Lichtenstein jedoch auch in Lokalanästhesie erfolgen.

Welche Methode bei Ihnen geeignet ist und bevorzugt werden sollte, besprechen wir gerne bei einem persönlichen Gespräch und bei einer Befunderhebung.




 

"News" zum Thema:

Auch beim 8. Bundeskongress der niedergelassenen Chirurgen in Nürnberg vom 3. - 5. März 2006 wurde, anläßlich eines Herniensymposiums, erneut die Leistenbruch-Operation "nach Lichtenstein" als die Methode der Wahl mit geringster Rezidivrate von den hier teilnehmenden Chirurgen bestätigt.



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