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Schleimbeutelentzündungen

Schleimbeutelentzündungen

Schleimbeutel sind mit seröser Flüssigkeit gefüllte Säckchen, die meist an der Streckseite von Gelenken zu finden sind. Durch einen Trauma, Druck oder auch bei Dauerbelastung können die Schleimbeutel gereizt werden, sich entzünden, dabei entstehen oft chronische, schmerzhafte und pralle Schwellungen am Schleimbeutel.
Die Erstbehandlung solcher akuter Entzündungen erfolgt mit lokaler Kältetherapie und kortisonfreien Schmerzmitteln. Bei chronischem Fortbestehen ist meist eine operative Entfernung des Schleimbeutels sinnvoll und notwendig.

Ist ein Schleimbeutel aufgrund einer z.T. auch nur sehr kleine Verletzung und dem hierüber erfolgten Keimeintritt infiziert, kommt es meist zur hochschmerzhaften und geröteten Schwellung und meist zur Eiteransammlung im Schleimbeutel. Solche infizierten und hochentzündlichen Schleimbeutel müssen operativ entfernt werden, um den Eiterherd zu eliminieren.

Normalerweise enthalten Schleimbeutel nur wenig seröse Flüssigkeit. Durch einen Schlag oder Stoß können sich diese aber innerhalb kurzer Zeit mit Blut füllen. Meist sind solche Verletzungen die Folgen eines (Sport-)Unfalles. Eine Schleimbeutelreizung kann aber auch schleichend entstehen. Sehr anfällig für chronische Entzündungen sind auch Schleimbeutel im Schulterbereich, wobei Überlastungen durch Überkopfarbeiten, Golf oder Tennis eine Rolle spielen können. Bei einer Reizung der Achillessehne (häufig bei Lauf- und Sprungsportarten) kann sich auch der unter dem Sehnenansatz an der hinteren Ferse liegende Schleimbeutel entzünden. Überall dort, wo ein Dauerdruck auf einer Stelle ausgeübt wird, die dafür nicht geeignet ist, kann sich ein neuer Schleimbeutel bilden. Das kann z.B. bei einer Überreizung der Sehnenplatte des Fußes der Fall sein, wobei sich auf der Innenseite des Fersenbeines oder auf der Innenseite des Großzehgrundgelenkes eine Schleimbeutelentzündung bilden kann .

Um der Ausbildung einer Schleimbeutelentzündung vorzubeugen sollte einseitige Belastungen vermieden werden und Pausen und ausgleichende Bewegungsübungen eingelegt werden. Gefährdete Stellen sollten durch geeignete Schutzbandagen, Einlagen oder weiche Unterlagen geschützt werden.

Schleimbeutelentzündungen können sehr schmerzhaft sein. Liegen die Schleimbeutel dicht unter der Haut, wie am Knie oder am Ellenbogen, sind auf der Oberfläche kuppenförmige, weich schwappende oder prall elastische Geschwülste zu sehen, die schon bei leichter Berührung oder Gelenkbewegung schmerzen. Besonders schmerzhaft können Schleimbeutelentzündungen ausfallen, wenn sie von einer Infektion aufgrund von kleinen Verletzungen der Haut oder durch Gicht hervorgerufen wurden. Der Entzündungsbereich ist dann meist auch noch stark überwärmt.

Chronische Schleimbeutelentzündungen können einige Tage bis mehrere Wochen und länger dauern und häufig wieder auftreten. Bei einer chronischen Entzündung beginnen die Schleimbeutelwände schwielig-fibrös zu verdicken. Kalk kann in der Wand abgelagert werden, der Schleimbeutel kann aufbrechen und ist dann besonders anfällig für Infektionen. Lang andauernde Schmerzen können durch Schonhaltungen zu Muskelschwund führen.

Eine Schleimbeutelentzündung wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung diagnostiziert. Eine Röntgenuntersuchung oder eine Ultraschalluntersuchung können für eine genaue Diagnose notwendig sein.

In der akuten Schmerzphase bewirkt eine lokale Kühlung und Schonung meist eine deutliche Erleichterung. Bei wiederholt aufgetretenen Entzündungen führt meist auch eine Ruhigstellung mittels Schiene oder Gipsverband nicht zu einem dauerhaften Erfolg. Auch das reine Absaugen des Schleimbeutelinhaltes mit einer Spritze führt nur zur vorübergehenden Entlastung, da hierdurch nicht die Ursache der Entzündung behoben wird. Meist füllt sich der Schleimbeutel nach einer Punktion innerhalb von Stunden erneut. In diesen Fällen wiederholt auftretender Entzündungen ist die operative Entfernung des Schleimbeutels indiziert und Therapie der Wahl.

Bei infizierten und dann meist eitrigen Schleimbeutelentzündungen besteht die kausale Therapie darin, den Infektionsherd operativ zu entfernen. Konservative Maßnahmen führen hier selten zum Erfolg. Auch eine alleinige Antibiotikatherapie ist wenig erfolgsversprechend, da der Eiterherd im Inneren eines Schleimbeutels vom Antibiotika über dem Blutweg so gut wie nicht erreicht werden kann.



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