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Hallux valgus - Vorfußexostose

Hallux valgus - Vorfußexostose

Der Hallux valgus ist eine Abweichung der Großzehe im Grundgelenk nach außen meist kombiniert mit einer Drehung der Großzehe nach innen. Meistens sind Frauen (über 70 %) betroffen.

Die Therapie besteht ab einem gewissen Stadium in der operativen Versorgung. Hierfür stehen viele verschiedene operative Verfahren zur Verfügung, welche je nach Ausprägung sinnvoll sein können. Eine Operation sollte jedoch nur bei Beschwerden und nicht aus rein kosmetischen Gründen durchgeführt werden.

Der Hallux valgus wird durch ein Ungleichgewicht der Muskelzüge hervorgerufen und nicht selten durch zu enges Schuhwerk verstärkt. Die Veränderung der Belastungszonen bei Hallux valgus führen zu Knochenanlagerungen, sogenannten Exostosen am Köpfchen des 1. Mittelfußknochens und zu einer zunehmend schmerzhaften Schleimbeutelbildung. Dieser Schleimbeutel kann sich leicht entzünden (Schleimbeutelentzündungen).

Für die Therapie des Hallux valgus in verschiedenen Schweregraden der Verformung stehen ganz verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung. In den frühen Stadien ist ein Gelenkerhalt meist möglich und damit die Wiederherstellung der vollen, schmerzfreien Beweglichkeit der Großzehe.

Wenn Schmerzen am Großzeh auftreten, so beginnen sie in der Regel an der Basis der Großzehe, wo das Köpfchen des ersten Mittelfußknochen an der Innenseite hervorspringt (Exostose). An dieser Stelle ist der Fuß am breitesten, dementsprechend drücken Schuhe hier am stärksten. Es kommt zu mechanischen Reizzuständen der Haut und des darunter liegenden Schleimbeutels. Entzündungen, Schwellungen abakterielle und sogar bakterielle Schleimbeutelentzündungen (Bursitis) können entstehen. Auch das Zehengrundgelenk bleibt nicht ohne Beteiligung. Es wird aufgrund der Schiefstellung oft schmerzhaft, seine Beweglichkeit nimmt ab und es entwickelt sich zunehmend eine schwerwiegende Arthrose des Zehengrundgelenkes. Die Großzehe kann im fortgeschrittenen Stadium bis zu 90° von der Grundstellung nach außen abweichen. Hierbei kann sich die Großzehe in extremen Fällen über die zweite und dritte Zehe legen.

Die Diagnose wird durch eine klinische Untersuchung und einer Röntgenaufnahme des Fußes gestellt.

Eine konservative Therapie mit Einlagen, bequemes Schuhwerk und Fußgymnastik führt nur im Anfangsstadium gegebenenfalls zum vorübergehenden Erfolg. Für die Wahl des Operationsverfahrens sind die Schwere der Fehlstellung, das vorhandensein einer Arthrose und das Alter des Patienten entscheidend.

Die alleinige Abtragung der Exostose (Knochenwulst) ist bei nur geringer Ausprägung des Hallux valgus sinnvoll.

In den mittleren Stadien kommen je nach Alter und Ausprägung einer begleitenden Arthrose des Großzehgundgelenkes verschiedene Umstellungsosteotomien (Operation nach Austin oder Operation nach Keller-Brandes) zur Anwendung. In sehr ausgeprägten Fällen wird eine Umstellungsosteotomie der Basis des I. Mittelfußknochens erforderlich.

Nach all den verschiedenen Operationsverfahren ist eine vorübergehende Entlastung des Großzehgelenkes mittels eines Vorfußentlastungsschuhes erforderlich.

Ob bei Ihnen bereits ein operationswürdiger Hallux valgus vorliegt und welches Operationsverfahren bei Ihnen sinnvoll ist, besprechen wir gerne bei einem persönlichen Gespräch und einer Befunderhebung.




 

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