Stoßwellentherapie

Stoßwellentherapie

Bei der extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) oder auch Lithotripsie werden Schalldruckwellen erzeugt und in der Tiefe im Gewebe gebündelt. Hierdurch kann es dann durch wiederholte Anwendung zur Zerrüttung von Festkörpern, wie z.B. Sehnen- u. Gewebsverkalkungen kommen. Solche Verkalkungen werden durch die Stoßwellentherapie zu feinsten Partikeln zerkleinert, welche dann vom Körper aufgenommen und abgebaut werden. Weiterhin bewirkt die Stoßwellentherapie eine sogenannte biomechanische Rückkopplung, welche über eine Ausschüttung von biochemischen Stoffen in das betroffene Gewebe eine Durchblutungsförderung und körpereigene Reparaturprozesse einleitet. Umliegendes Gewebe, wie Blutgefäße, Nerven, Sehnen werden von den Stoßwellen nicht beeinträchtigt. Der Heilungsverlauf ist abhängig von dem Ausmaß einer Verkalkung oder Sehnenverdickung und ist meist nach wenigen Wochen abgeschlossen. Im Durchschnitt sind drei bis fünf Sitzungen im Abstand von einer Woche erforderlich.

Chronische, von Muskulatur und Sehnenansätzen ausgehende Schmerzen, welche gerade im täglichen Leben, beim Sport und Freizeiaktivitäten und bei der Arbeit die körperliche Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen sind die klassische Indikation für die Stoßwellentherapie. Die extrakorporale Stoßwellentherapie ist eine nicht invasive Therapie, welche gerade bei den chronischen, meist über Wochen oder Monaten anhaltenden und bisher therapieresistenten Schmerzen eine deutliche Schmerzlinderung erreichen kann.


Klassische Anwendungsindikationen sind:

Verkalkungen an der Schulter (Tendinitis calcarea)
Fersensporn (Fasciitis plantaris)
Tennis- oder Golferellenbogen (Epicondylitis humeri radialis oder ulnaris)
nicht heilende Knochenbrüche (Pseudarthrosen)
chronische Wunden und Ulcus cruris
schmerzhafte Sehnenansätze wie z.B. bei Patellaspitzensyndrom, Schultersteife u.a.
schmerzhafte Triggerpunkte der Muskulatur

"News" zum Thema

Mehr als 80 Prozent der Patienten mit Tennisellenbogen waren nach der Behandlung mit Extrakorporalen Stosswellentherapie (ESWT) weitgehend schmerzfrei.

Dies belegt eine abgeschlossene klinische Studie.
(Multizentrische, prospektive, einfach blinde, placebokontrollierte Studie zur Wirksamkeit ballistisch erzeugter Stoßwellen bei der Therapie von Tennisellenbogen und Fersensporn.
Studienteilnehmer: Prof. Dr. G. Haupt, Universität Köln; Studienleiter: Dr. R. Diesch, Dr. T. Frölich, Dr. T. Staub, Dr. E. Penninger, Dr. H. Lohrer, Dr. J. Schöll).


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