Athrosebehandlung

Arthrosebehandlung

Arthrose ist eine typische Abnutzungs- und Verschleißerscheinung des Gelenkknorpels. Der Knorpelabrieb im Gelenk führt bei vermehrter Belastung immer wieder zu Entzündungen der Gelenkkapsel. Weiterhin verändert sich die Gelenkschmiere, sie wird dünnflüssiger und weniger gleitfähig. Eine Arthrose entwickelt sich langsam und schleichend oft über Jahre oder Jahrzehnte.




Ursachen für eine Arthrose können sein:

einseitige Belastung
zu wenig Bewegung
Übergewicht
angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Gelenke (O- oder X-Beine)
Hüftdysplasie
chron. Überlastung der Gelenke
Gelenktraumen

Eine Arthrose kann in jedem Gelenk auftreten, vorrangig jedoch in den Gelenken, welche übermäßig belastet werden. Häufig betroffen sind das Kniegelenk, das Hüftgelenk, die Fingergelenke, das Schultergelenk oder die Zehengelenke. Bei einer fortgeschrittenen Arthrose kann der Gelenkknorpel vollständig abgenutzt sein, bis schließlich Knochen auf Knochen reibt. Ist der Knorpel erst einmal abgerieben, kann er nicht wieder aufgebaut werden. Meist hilft dann nur noch ein Gelenkersatz.


Welche Beschwerden treten auf ?

Anlaufbeschwerden (Morgensteifigkeit)
Belastungsschmerz
eingeschränkte Beweglichkeit
Schwellungen
Überwärmungen des Gelenks
Ruhe- und Nachtschmerz
Knirschen in den Gelenken
Wetterfühligkeit

Therapeutische Ansätze


Eine degenerative Arthrose ist nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedenste therapeutische Ansätze um eine Linderung der chronischen Beschwerden und eine Verbesserung der Mobilität zu erreichen.


Schmerzstillende Therapie

Hier kommen eine ganze Reihe von verschiedenen Medikamenten zum Einsatz. Am häufigsten sind die Analgetika aus der Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatiika (NSAR). Medikamente dieser Gruppe wirken meist abschwellend, entzündungshemmend und schmerzstillend.


Physiotherapie - Bewegungstherapie

Eine ganz entscheidende Rolle kommt den verschiedenen physiotherapeutischen Verfahren und der Vermeidung von spezifischen Belastungen zu. Diese sind je nach Gelenk spezifisch einzuüben und sinnvoll.

Manche Arthrosepatienten glauben, sie müssten ihr betroffenes Gelenk schonen. Das ist nur begrenzt richtig ! Ein arthrotisches Gelenk soll "belastungsfrei" in Bewegung gehalten werden. Hierzu sind gelenkspezifisch verschiedene Übungen sinnvoll. So stellt beispielsweise das Radfahren oder Schwimmen eine belastungsarme Bewegungmöglichkeit für ein arthrotisches Kniegelenk dar.


Gelenkinjektionen

Hierfür steht eine isolierte Bindegewebskomponente zur Verfügung, welche eine natürliche, in vielen Organen, wie z.B. auch den Gelenken, vorkommende Substanz ist und dort wichtige physiologische Aufgaben erfüllt. In den Gelenken verleiht diese Substanz der Gelenkflüssikeit ihre visköse Konsistenz und sorgt damit für eine gute Gleitfähigkeit. Im Rahmen der Knorpelabnutzung einer Arthrose wird die Gelenkschmiere verbraucht. Die Injektionen in ein arthrotisches Gelenk verbesserern die Gleitfähigkeit der Gelenkflächen. Nach einer Injektion verteilt diese sich in der gesamten Gelenkhöhle und ersetzt die krankhaft veränderte Gelenkflüssigkeit.

Diese Injektionen können in allen Gelenken eingesetzt werden.


Gelenkersatz

Wenn im Laufe der Zeit alle anderen Therapieoptionen zu keiner Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit und Mobilität mehr führen, kann ein Gelenkersatz nötig und sinnvoll sein. Es handelt sich hierbei jedoch um eine komplexere Operation mit meist langwieriger Mobilisierungsphase nach der Operation. Der Gelenkersatz stellt die "ultimo ratio" der therapeutischen Möglichkeiten dar.


Ob bei Ihnen eine Arthrose eines Gelenks vorliegt und welche therapeutischen Möglichkeiten bei Ihnen sinnvoll sind, besprechen wir gerne bei einem persönlichen Gespräch und einer Befunderhebung.


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